"Irgendwie haben wir ihn alle im Kopf"
Den „dunklen Wald“. Nicht so wie der, den wir alle kennen: in der Eifel, im Sauerland, im Bayrischen Wald oder irgendwo in den Alpen. Nein, der Wald, den wir uns immer vorgestellt haben, wenn „die“ Märchen vorgelesen wurden. Wenn Hänsel und Gretel im Wald verschwanden oder Rotkäppchen und wie sie alle hießen, da rein mussten.
Vielleicht nicht ganz so bedrohlich, aber irgendwie immer verzaubert.
Genau so einen Wald haben wir im Kopf! Und wo ist der?
In Europa kann man lange suchen. Man findet schon mal einen Hauch von so einem Wald. In der Bretagne, oder in dem einen oder anderen unberührten Alpental. Aber nach ein paar Schritten ist die Vorstellung auch schon wieder vorbei und es kommen die üblichen kultivierten Flächen, weil viele Menschen eben irgendwo hin müssen und irgendwo von leben müssen. Oder vor langer Zeit schon begonnen wurde, was daraus zu machen, aus dem Holz. Schiffe oder Häuser oder einfach nur Pellets...
Also auf nach Kanada, oder? Hier an der Westküste stehen immerhin 60% der gemäßigten Regenwälder dieser Erde.
Ja, und plötzlich sind wir mitten drin. Ein paar Schritte vor den Stadttoren von Vancouver wird man verzaubert. Grün, hellgrün, dunkelgrün, große Bäume, Moos, Farne, ein unglaubliches Licht und glasklare Quellen und Bäche, die überall durchrauschen. Durchatmen...Grosse knorrige Bäume, die wie in Tolkiens „Herr der Ringe“ zu leben scheinen, sich irgendwie bewegen. Richtige Bäume, hunderte von Jahren da; Waldbrände und Katastrophen gesehen und überlebt. Sogar den Menschen, bis jetzt.
Und es gibt noch mehr davon; überall an dieser Küste gibt es Wald. Regenwald tausende von Jahren gewachsen und gewuchert. Lebensraum für viele tolle Tiere. Vielleicht auch für den Menschen, oder?
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