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"Heute ein König und morgen auch noch- aber was ist mit
übermorgen?"

Die USA sind groß. Diese grenzenlose Weite hat wohl auch dazu geführt, dass alles groß sein muss. Die Autos, die Camper, die Häuser und leider auch die Menschen, nicht in der Höhe, sondern in der Breite. Die Ressourcen-verschwendung ist in allen Bereichen des Lebens gegenwärtig und macht auch vor den banalsten Dingen kein Halt. So arten die Kartoffelchipstüten in ihrer überdimensionalen Größe genaus aus, wie die Kaffeebecher XXXXL, die ungemütlich und immer in arroganter Haltung durch die Straflen balanciert werden. Cool ist, wer dabei die Einkaufstüten, das Mobiltelefon und das Baby gleichzeitig halten kann. Groß ist schick und so sind in diesem Amerika nicht nur die Sonnenbrillen der Frauen groß, sondern auch der passende verchromte Pickup mit Einstiegshilfe dazu. Irgendwie sehen die Frauen auch gleich viel schlanker aus in ihren übergroßen Autos. Großer Wagen, kleine Ärmchen, die in der riesigen Fahrerkabine kaum mehr wahrzunehmen sind. Achja, und die groflen Sonnenbrillen nicht zu vergessen. Hinter denen kann sich zu manche schief gegangene Schönheits-OP auch ganz gut verstecken. So verbrachten wir aufgrund einer Autopanne zwangsweise einige Stunden mit einem älteren amerikanischen Ehepaar. Er stand zu jeder Falte in seinem Gesicht, aber seine viel jüngere, superschlanke Freundin versuchte ihre nicht geglückten OP hinter einer "Puck, die Stubenfliege-Sonnenbrille" und ihrem struppigen Pony zu verstecken. Dies funktioniert genauso gut, wie das um die Hüftenschlagen eines Pullovers um die viel zu gebärfreudige Hüfte einer Frau. Nämlich gar nicht.
Die Amerikaner sind also im Größenwahn und können nicht akzeptieren, dass die Ressoucen endlich sind. Schlimm genug ist, dass die Amis 1/4 des Weltenergieverbrauchs für sich einheimsen, aber nur 1/20 der Weltbevölkerung ausmachen. Klingt nach schnöden Zahlen, aber die kleinen Beispiele des Lebens lassen uns machnmal kopfschüttelnd und sprachlos in der grofßen Weite des Landes stehen. Wie selbstverständlich fährt der Campervati seine Campermutti mit dem großen Pickup zur Toilette. Läßt natürlich den Motor dabei laufen und wartet geduldig, bis Mutti ihr morgendliches Geschäft (ihren morning-dump) erledigt hat. Manchmal geht das Geschäft auch besser, wenn die praktische to-go-Kaffeetasse mit auf das Klo genommen wird. Fördert scheinbar die Verdauung. Der mitgebrachte Generator wird nicht zum Betreiben lebensnotwendiger Apparate wie die elektrische Zahnbürste oder den Lockenstab angeschmissen. Nein, mittlerweile hat die Convience-Sucht dazu geführt, dass alte Tugenden wie das Kochen ganz aus dem Alltag verschwunden sind. Hier wird nur noch aufgewärmt, fritiert oder in die Mikrowelle gelegt. Und tatsächlich, hierfür werden die Generatoren mit dicken Eisenketten an die Camper geschnallt, damit Mutti mit der Mikorwelle "kochen" kann.

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