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"Wüste, Kulturschätze, Straßenschlachten und Machu Piccu ist weit entfernt"

Unser erster Eindruck von Peru entsteht beim Grenzübertritt von Ecuador nach Peru in Macará und ist freundlich, entspannt, staubig und verläuft über einen typischen schlammig braunen Grenzfluss. An uns werden alte Autos vorbei gezogen, um sie in Ecuador mit Diesel zu betanken, dessen Preis ein Viertel vom peruanischen beträgt. An den Tankstellen in Macará stehen Soldaten mit langen Listen der Kraftstoffkäufer, die versuchen den Schwarzhandel mit Treibstoff zwischen den Nachbarländern zu kontrollieren. Unser Import des Wagens wird handschriftlich in ein dickes Buch von einem Zollbeamten eingetragen, der mit der Menge an Lametta, Auszeichnungen, Wimpel und Flaggen einem bundesdeutschen oder sogar einem US-amerikanischen Christbaum Konkurrenz machen könnte. Neben seinem großen Buch liegt eine schwarze Trillerpfeife bereit, die wahrscheinlich bei Gebrauch alle umher Rennenden zu Salzsäulen erstarren lassen würde.
Auf den ersten Kilometern in Peru begegnen uns viele Fußgänger und Moto-Taxen. Autos scheinen im Norden bis Chiclayo eher eine Ausnahme zu sein. In Orten wie Sullana kommen wir uns wie in einem Wespenschwarm zwischen den vielen Motorrad-Rikschas vor, haben glücklicherweise unseren Wagen sicher außerhalb geparkt und fliegen in diesem Schwarm in unserer eigenen Rikscha mit. Alles andere wie Gemüsesäcke, Feuerholz und 8 Schulkinder in einer Rikscha werden auch hiermit transportiert. Es ist der erste des Monats und die Wartenden stehen in langen Schlangen bis weit auf die Straße vor den Banken. Mit den ersten peruanischen Soles in der Tasche fährt der befreundete Moto-Taxifahrer Zickzack durch die engen Gassen, um eventuelle Langfinger abzuhängen. Die Einheimischen sollten ihre Sicherheitslage am Besten kennen und unser Bauchgefühl hatte sich wohl auch nicht getäuscht.

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