"Aus 4 Tagen wurden 3 Wochen in Vancouver. Unsere kleinen Entdeckungen und Tipps für diese Stadt“
- Hollywood Theater: eines der letzten Privatkinos mit besonders guten Filmen, zerschlissenen Teppichen und an zwei Tagen in der Woche sitzt die Familienoma an der Kasse. Am Montag kostet der Eintritt 5 $ und man kann sich zwei Filme in Folge ansehen.
- Commercial Drive: eine bunte Einkaufsstraße, wo links und rechts tolle Wohnstraßen abgehen. Die Menschen hier sind genauso bunt wie die Geschäfte. Die Nachbarschaft ist multikulti und hier versuchen die Leute nicht hipp und tready zu sein, sie sind es. Nicht zu schnell durch die Straße gehen, sondern ins Café setzen und in Ruhe beobachten.
- Lighthouse Park: Ein kleines Naturschutzgebiet mit interessanten Wanderwegen in West Vancouver. Der Blick auf die Stadt, auf den Stanley Park und auf Seehunde (wir hatten das Glück) gibt es hier gratis.
- Deep Cove: Mein Haus, mein Boot, meine schöne Frau. Hier leben Menschen, die ihr Geld „schön verleben“ und wo sofort ein Urlaubsgefühl aufkommt. Außerdem geht hier ein interessanter Wanderweg (nicht zu anspruchsvoll) zum Felsvorsprung Indian Head hoch. Toller Aussicht!
- Cypress Mountain: Stadtnahes Skigebiet mit einem fantastischen Blick über die Stadt und die Fjorde (auch im Sommer).
- Seabus: Von downtown geht eine Fähre auf die andere Flussseite nach Nord Vancouver. Ein bisschen Distanz lässt die hässlichen Hochhäuser nicht mehr ganz so monströs erscheinen.
- Chinatown: wer sich den Flug nach China nicht leisten möchte, kann dies in seinem Kanadaurlaub abhaken. Nicht umsonst wird Vancouver auch Hongcouver genannt.
- Kulinarische Weltreise: Ob auf dem Commercial Drive, Broadway oder Davie Street, überall kann man preiswert und köstlich essen. Die Welt in einer Straße: Korea, Vietnam, China, Japan, Thailand, Italien...
- Und natürlich die üblichen touristischen Attraktionen wie Stanley Park mit dem Fahrrad erkunden (Fahrradverleih in der Denman Street; der erste an der Ecke ist teuer), das Aquarium und die Totempfähle im Stanley Park anschauen, eine kleine „False-Creek-Fähre“ nach Granville Island nehmen, die Schicki-Straße Robson Street und die Touristenverarschung in Gastown auslassen, einen langen Spaziergang am English Bay mitten in der Stadt machen, die überteuerte Suspension Bridge auf keinen Fall besuchen (der Wald und die Brücken sehen überall in der Natur spektakulärer aus, z.B. Lynn Valley).
- Alle Orte man mit dem Bus, dem Skytrain oder der Fähre erreichen. Die Übersicht „Sehenswürdigkeiten mit dem Bus“ gibt es kostenlos in der Touristeninformation (Downtown, Nähe Seabus-Terminal). Und eine ganz besonders großen Bogen um die Hastings Street machen, besonders auf dem Weg nach Chinatown!
Fazit: die Stadt ist faszinierend und total interessant. Nur leider ist sie wie alle großen Städte sehr hektisch und schnell. Und das große Angebot kann einen fast überfordern. Deshalb immer mal wieder in die Natur vor den Toren Vancouvers flüchten, durchatmen und den Blick auf die Stadt mit einer Distanz genießen.