"Wenn morgens ab 8 Uhr die Flak die Lawinenlage an den Steilhängen entschärft, ist ein neuer Powderday in Fernie"
Wir mussten raus, schnell. Es hatte die ganze Nacht geschneit. Jetzt kämpfte sich die Sonne durch. Es war soweit, endlich... ohne Worte.
Wir konnten vollkommen entspannt den nächsten Minenort (Gold) aufsuchen. Rossland klein, gemütlich und genauso nett wie Fernie. Die Zedern im Skigebiet stehen so weit auseinander, dass man ohne Probleme durch die Bäume, durch den Powder heizen kann. „Beste Tree-Ski-Area“ Kanadas, und das stimmt. Leider war ich alleine unterwegs, Birte ist angeschlagen...„no friends on powderdays“.
Toll, dass Vancouver die olympischen Winterspiele 2010 ausrichten wird. Hier werden Minderheiten im Gegensatz zu China nicht unterdrückt und ausgegrenzt, sondern sind Bestandteile der Spiele. Ein Wegzeichen der Inuit ist beispielsweise zum Symbol der Spiele in Vancouver geworden.
Der Cypress-Mountain, 10 Minuten von der Stadt entfernt, bietet dann auch die entsprechende Kulisse für einen Teil des Events. Sagenhafte Blicke auf die Stadt, das Meer, Fjorde und Vancouver-Island. Und, für uns, Neuschnee. Pooooooh.
Der andere Ort, der für einen großen Teil der Winterspiele verantwortlich ist, liegt 100 km nördlich von Vancouver. Der 1,5 stündige Weg nach Whistler und Blackcomb ist alles andere als langweilig. Berge, Fjorde, Wälder und leider ein sehr touristischer Ort. Aber hier stimmt natürlich die Infrastruktur. Das Skigebiet ist groß und bietet alles. Leider gab es für uns nur noch auf dem Gletscher ein wenig alten, aber immer noch flauschigen Powder. Der Rest war z.T. schon sehr „packed“. Aber was sollte man auch erwarten am letzten Skitag der Saison. Dafür rutschten wir bei unserer letzten Abfahrt direkt vor die Bühne des Musikevents und kauften zwei Kokanee (local beverage), Prost.