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"Kurz vor dem Ort Colchani häufen sich Salzberge im Sonnenlicht, die von Hand mit Spitzhaken aus der unendlichen Salzkruste herausgeschlagen werden"

Für den einfachen Verzehr ist zwar immer noch ein Bruchteil des Salzes gedacht, aber das große Geschäft machen andere mit der Gewinnung von Mineralien und vor allem mit Lithium. Die Nachfrage nach Lithium steigt auf der globalen Welt und das weltgrößte bolivianische Lithiumvorkommen ist bereits unter ausländischen Verträgen zum Abbau freigegeben. Die Arbeiter schlagen, egal wer welches Geschäft macht- sie auf jeden Fall nicht- unter der brennenden Sonne das Salz aus der Oberfläche heraus. Jeder Millimeter ihres Körpers wird von einer Stoffschicht geschützt. Nicht nur, dass die Sonne von oben gnadenlos brennt, auch die Reflektion des weißen Salzes wirkt wie millionenfache kleine Brenngläser. Und die ausländischen Touristen, die in ihren Flip-Flops, T-Shirts, zwar mit großer Sonnenbrille, aber ohne schützende Kopfbedeckung in der Andensonne stehen, sehen wie die pinkfarbenen Flamingos auf den Lagunen (eine andere Geschichte) irgendwie unwirklich, rot verbrand und total fehl am Platz aus. Lieber sich einen Sonnenbrand im Urlaub einfangen, als ohne jegliche Tönung ins herbstliche Europa zurück zu kehren, oder? Ja, ja, die dünne Luft in der Höhe und der fehlende Sauerstoff schlagen sich sofort aufs Gehirn nieder. Und den leichten Sonnenstich hatten einige wohl vorher schon.

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