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"Aus dem Prospekt unseres Touranbieters springen uns im Vorfeld viele angepriesene "Attraktionen" an"

Wie auf einem Ramschmarkt denken wir, wo selbst die eigene Oma mit verschachert wird, weil ansonsten alles als Ladenhüter unverkäuflich bleibt. Aber mit der Vielzahl haben sie tatsächlich nicht übertrieben, wir werden von einer "Sehenswürdigkeit" nach der nächsten überrascht und auch der "Arbol de piedras", der Steinbaum inmitten einer wüstenartigen Landschaft von Wind, Sand und Regen geschliffen, beeindruckt uns in der Weite Boliviens. Es folgen noch zahllose Lagunen, die zwar keine berühmten Namen vorweisen können, die wir jedoch nicht vergessen werden, wie die Laguna Hedionda mit ihren menschenfreundlichen Flamingos, die nur wenige Meter seelenruhig neben uns im Wasser stehen. Wieso biegt sich eigentlich das "Kniegelenk" eines Flamingos nach hinten und nicht wie bei uns nach vorn? Und wieso laufen diese putzigen, etwas hochnäsigen Tiere wie auf einer Schnurr aufgezogen immer hintereinander her und in dieselbe Richtung?
Am Abend sind wir zwar von den Eindrücken und der 11-stündigen Ruckelpistenfahrt müde, aber auch beflügelt und blicken neugierig von unserem Salzhostal auf den Salar de Uyuni. Das Kerzenlicht bricht sich an jedem einzelnen Kristall an der Salzwand und funkelt wie tausend Sterne, als beim Reden einer nach dem anderen von uns Vieren langsam auf seinem Salzbett einschläft und vom nächsten Tag auf dem Salar de Uyuni träumt. Aber das ist wieder eine neue Geschichte.

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