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In Ecuador sind wir unserem Prinzip "local food, local beverage" untreu geworden. Von Mexiko verwöhnt, hat uns die Küche in Ecuador nicht von den Socken gehauen. Vielleicht auch, weil wir nun schon 1,5 Jahre europäische Küche entbehren müssen. Leckeres Brot fehlt uns am meisten und in Ecuador haben wir es endlich wieder gefunden!
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Chimborazo: ein geländegängiger Wagen schafft es bis zum ersten Refugio auf 4.800m; die zweite Hütte "Whymper" steht auf 5.000m; man ist hier definitiv über den Wolken und hat einen unschlagbaren Sonnenuntergang.
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Urbina: kleine Häuseransammlung zwischen Ambato und Riobamba; "Posada de la Estacion"; wenn der Chimborazo freie Sicht hat, dann ist er hier besonders schön und einsam zu sehen.
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Cotopaxi Nationalpark: es gibt Campingstellen im Park, aber nicht sicher und sehr einsam; der einzige sichere Stellplatz ist "Tambopaxi" mit heißen Duschen im Hauptgebäude, Toiletten und einer sehr guten WLAN; von dort haben wir alle Wanderungen auch bis zum Refugio des Cotopaxi/Nordseite gemacht. Falls der Weg zu lang ist, einfach trampen und Platz auf der Ladefläche eines Pickups nehmen (jeder nimmt mit).
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Otavalo: 4 km außerhalb in Richtung See liegt das Hostal "La Luna"; der Blick in das Tal (mit Hängematten), die Gastfreundschaft der Besitzer und der brennende Kamin sind klasse. Durften unseren Wagen mehrere Tage dort kostenlos parken, um mit dem Bus nach Quito zu fahren. Keine Angst vor den riesigen Hunden! Markt am Samstag ist interessant; um 6 Uhr auf dem Tiermarkt an der Panamericana starten und dann langsam in die Stadt treiben lassen. "Plaza de Ponchos" und die vielen Stände ringsherum an diesem Tag auslassen und wochentags wiederkommen.
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Quito: die vielen Geschichten über Taschendiebe haben uns fast vom Besuch abgehalten. Die Stadt hat ihren ganz eigenen kolonialen Charakter im historischen Kern; trotz Großstadt ist sie unhektisch und mit tollen Ecken wie das "Barrio Roca" oder "La Basilika"; das angeblich wichtigste Anthropologische Museum Ecuadors hat uns enttäuscht. So sollte man Geschichte nicht aufarbeiten bzw. hier sieht man, wer das Museum sponsert.
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Tigua: Auf dem Weg nach Zumbahua liegt die "Posada de Tigua" und ist ein betriebener Bauernhof; wer sich hier nicht von Margarita und Marco bekochen lässt, ist selber schuld; alles hauseigene Produktion! Es gibt kein Tier, das es nicht auf diesem Bauernhof gibt.
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Zumbahua: Samstagsmarkt! Von Tigua mit einem der vielen Busse oder privaten Pickups zum Markt fahren (15 km); aber um 6 Uhr da sein und beim Tiermarkt starten; ein ganz besonderer Markt mit bunten Fransenschals und Filzhüten.
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Baños: ecuadorianischer Urlaubsort, um sich einfach mal in einer "relativ netten" Stadt verwöhnen zu lassen: Rösti und Käsefondue im Schweizer Bistro essen; gutes Brot im Pan Rico kaufen; gute Mittagstische (Almuerzo) in der Markthalle essen; leckeren Käse und Kokatee im kleine Laden "Aroma" kaufen. Wer die Schwitzkiste (Baños de Cajon) ausprobieren möchte, der sollte es hier machen mit Blick auf den qualmenden Vulkan Tungurahua. Wir konnten bei dem netten Hostal Llantovientos gegenüber vom Friedhof mit Blick auf Baños campen.
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Riobamba: der Ort braucht ein wenig, um zu überzeugen. Der Samstagsmarkt (3 unterschiedliche Plätze) ist untouristisch und sehr authentisch (in dieser Region Chimborazo leben die meisten Indigenas Ecuadors). Bei freier Sicht sieht man vom "Parque 21 de Abril" den Tungurahua, den Altar und den Chimborazo.
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Guamote: Donnerstagmarkt, aber er beginnt sehr spät. Vor 10 Uhr passiert hier gar nichts. Wir haben die unglaubliche Gastfreundschaft bei der Feuerwehr genossen (mit Klo, Dusche und hätten wir kein Bett gehabt, das dann auch noch).
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Ingapirca: ein erster Eindruck der Inkakultur; kleine schöne Ausgrabungsstätte; der Weg zur "Cara del Inca" lohnt sich, weil man unterwegs von den Einheimischen "originale Artefakte" zum Kauf angeboten bekommt, naja?!
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Cuenca: diese Stadt verdient den Titel "Ecuadors Perle" zu recht. Und es gibt eine richtige deutsche Bäckerei mit Sauerteigbrot und Kuchen (Av. Sugre/Miguel); wer sich richtig von europäischer Küche verwöhnen lassen will, der isst auch noch Rouladen, Wiener Schnitzer oder Sachertorte im Cafe Austria. Einen Panamahut (klassisch oder knall bunt) findet man in jeder Preisklasse im Museum del Sombrero de Paja Toquilla, außerdem werden hier noch alle Arbeitsschritte der Herstellung gezeigt. Das machen allerdings auch alle anderen kleinen Hutgeschäfte in der Stadt gern, wenn man sie fragt.
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Saraguru: zwischen Cuenca und Loja; kleiner Sonntagsmarkt in der Markthalle und am Dorfrand auf einem kleinen Platz; selbst wenn kein Markt ist, faszinieren die Indigenas mit ihrer traditionellen schwarzen Kleidung (Ursprung Lago Titicaca). Einfach ein sympathischer kleiner Ort, den man gesehen haben muss.
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Neue Länder, neue Maschen, um übers Ohr gehauen zu werden:
In Quito und Otavalo (Samstagsmarkt) werden sehr häufig die Rucksäcke, Taschen und Hosentaschen mit Messer oder Rasierklingen aufgeschnitten. Besonders Frauen rempeln dich vorher an.
In Quito zeigen mehrere Personen, die alle zusammen gehören, auf dein Fahrzeug und wollen dich auf einen Schaden hinweisen und zum Anhalten bewegen. Das Fahrzeug ist allerdings okay, aber spätestens beim Anhalten und Aussteigen ausgeraubt.
Visitenkarten sind mit einer "k.o.-Substanz" eingesprüht. Dir wird schlecht und schwindlig. Ein guter Moment, um ausgeraubt zu werden.
Automechaniker machen dich auf einen angeblichen Schaden aufmerksam. Bauen deine Ersatzteile aus und verkaufen sie blank poliert wieder an dich zurück.
Im Bus wirst du von mehreren Personen, die alle zusammen gehören, von allen Seiten in die Zange genommen und ausgeraubt. Besonders wenn du keinen Sitzplatz hast und du dich oben an der Busstange festhalten musst.
Leute im Bus geben sich als Busmitarbeiter aus und räumen dein Handgepäck ins obere Gepäckfach ein. Dabei wird geklaut und die angeblichen Busmitarbeiter sind schnell wieder aus dem Bus verschwunden.
keine offiziellen Taxen, die dich in einen Hinterhalt fahren und dann ausrauben. Kein Taxi von der Straße nehmen, sondern vom Hotel, Restaurant oder Botschaft rufen lassen.
Leute bieten dir einen Autoservice an, nennen den Preis und dann wir aus "dos" (zwei) schnell mal "doce" (zwölf); und weil du doch kein blöder Tourist mit schlechten Spanischkenntnissen bist, zahlst du auch ganz bestimmt nicht den Gringopreis.
Ersatzteile sehen von außen wie Originale aus, haben aber kein funktionierendes Innenleben und sind sozusagen fürn Arsch. Die richtigen Leute fragen, wo man Ersatzteile kaufen kann.