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"Die verschiedenen Gesichter Alaskas"

  • die beste Reisezeit, um nicht von den Moskitos lebend gefressen zu werden, ist der Frühling. Außerdem haben die Amerikaner im Juli und August Schulferien und dann kann es an einigen Stellen schon mächtig voll werden.
  • die beeindruckensten Highways sind der "Top of the World Highway", der "Denali Highway", der Highway nach Valdez und der Highway "entlang des Turnagain Arms" in der Nähe von Anchorage. Der Mythos des Baus des Alaska Highways beeindruckt, aber nicht die Aussicht vom Highway selbst.
  • wer sich die teuren "Wale-Seelöwen-Delphine und Eisberge-Ausflugstour" in Valdez sparen möchte, der sollte die Autofähre von Valdez nach Whittier nehmen.und spart sich damit auch noch eine lange Autofahrt. Die Straße nach Valdez ist leider eine Sackgasse. Die besticht aber durch eine Fahrt entlang der gletscherverhangenen Berge.
  • der Denali National Park gehört zwar zu der größten Ansammlung von Touristen, die Sicht auf den Denali (Mount McKinley) läßt das aber schnell vergessen. Bei regnerischem Wetter und schlechter Sicht sollte man sich die stundenlange, geführte Bustour durch den Park ersparen. Unbedingt einen Wettercheck vorher einholen und dann die atemberaubende Sicht genießen. Die normalen Busfahrer sind super geschult und erzählen nicht weniger als die teueren "Wildernis-Touren", die sich durch randvoll gestopfte Busse auszeichnen. Ruhig den Tag entspannter angehen und nicht die erste Bustour um 6 Uhr nehmen.
  • das kleine hutzelige Städtchen Talkeetna lebt von seiner Nähe zum Denali. Leider ist der Blick auf den Denali bei guter Sicht fast nur von der Terrasse der Talkeetna-Lodge möglich. Einfach selbstbewusst durch die Hotellobby auf die wunderbare Terrasse zusteuern.
  • einen der kitschigsten Sonnenuntergänge haben wir beim "Lakeview Campground" kurz vor der Alaska/Kanada-Grenze erlebt. Ein toller See mit Tausenden von blauen Libellen und ohne Mücken.
  • Chicken in Alaska hat wohl die urigste Kneipe in Alaska. Am Wochenende trefffen sich unter anderem die wenigen Einwohner, die Goldsucher, die Wissenschaftler und einige verstreute Touristen, um Bier zu trinken, Billard zu spielen und einfach eine gute Zeit zu haben. Frauen sollten in dieser Kneipe einen Slip tragen, der höchst wahrscheinlich mit einer Kanone verbrand wird. Das ist hier Tradition.
  • den Exit Gletscher in der Nähe von Seward kann man in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zu Fuss erwandern.
  • um tatsächlich die Lachse springen zu sehen, muss man viel herum fragen, Einheimische ansprechen und "Insider-Tipps" einholen. Jede Stelle hat seine Zeit und die ist leider nur sehr begrenzt. Der Russian River auf dem Weg nach Homer ist das Angelmekka schlechthin und lohnt sich auch nur zum Gucken.
  • der Denali-Highway entlang der Alaska Bergkette läßt einen sprachlos werden. Die leider aussterbenen Kneipen und Cafes sind nur wenige Kilometer auseinander, aber so individuell und schräg, dass man einfach an jeder anhalten muss. Oder wer hat schon mal an einem runden Tresen mit Leuten aus Alaska, Holland, Schweiz und Israel einen Kaffeeklatsch gehalten?